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Ratgeber · Google Ads

Google Ads Kosten: Was Werbung bei Google wirklich kostet

Echte Klickpreise aus Handwerk und Industrie, ein Rechner für Ihr Budget und die typischen Fehler, die Geld kosten.

Von Alexander Bauer, BetriebsagenturAktualisiert am 8 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

  • Bei Google Ads zahlen Sie pro Klick. Was ein Klick kostet, bestimmen Suchbegriff, Wettbewerb und Region.
  • In vielen Handwerksgewerken liegt der durchschnittliche Klickpreis laut Google-Daten bei etwa 2 bis 5 Euro, bei Industriebegriffen etwa 2 bis 12 Euro, bei Begriffen wie „Wärmepumpe einbauen lassen“ deutlich höher.
  • Das Monatsbudget legen Sie selbst fest. Faustregel: gewünschte Anfragen geteilt durch Anfragequote mal Klickpreis.
  • Dazu kommen gegebenenfalls Kosten für Einrichtung, Betreuung und eine passende Zielseite.

Für wen: Handwerksbetriebe, Industrie und Mittelstand, die Google Ads planen oder schon schalten

Illustration: hervorgehobene Anzeige in der Trefferliste mit steigender Kurve und Balkendiagramm

Wie Google Ads abgerechnet wird

Google Ads funktioniert wie eine Versteigerung, die bei jeder einzelnen Suche neu stattfindet. Sie legen fest, für welche Suchbegriffe Ihre Anzeige erscheinen soll und wie viel Sie höchstens pro Klick zahlen wollen. Bezahlt wird nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt – das reine Erscheinen ist kostenlos.

Der tatsächliche Klickpreis hängt nicht nur vom Gebot ab, sondern auch davon, wie gut Anzeige und Zielseite zur Suche passen. Wer eine passende Seite hat, zahlt oft weniger als ein Wettbewerber mit höherem Gebot und schlechter Seite. Deshalb ist die Seite hinter der Anzeige ein Kostenthema, kein Gestaltungsthema.

Echte Klickpreise aus Handwerk und Industrie

Die folgenden Werte stammen aus dem Google-Ads-Datenbestand für Deutschland (abgerufen über DataForSEO, Oktober 2026). Der Durchschnittswert ist das, was Werbetreibende im Mittel pro Klick bezahlt haben. Die Spanne zeigt, was für eine Platzierung oben auf der Seite geboten wurde.

  • elektriker

    Suchen/Monat
    60.500
    Ø Klickpreis
    2,63 €
    Gebote oben
    1,36 – 6,01 €
  • dachdecker

    Suchen/Monat
    40.500
    Ø Klickpreis
    2,51 €
    Gebote oben
    1,45 – 6,00 €
  • rohrreinigung

    Suchen/Monat
    33.100
    Ø Klickpreis
    4,78 €
    Gebote oben
    2,57 – 11,75 €
  • heizungsbauer

    Suchen/Monat
    9.900
    Ø Klickpreis
    3,31 €
    Gebote oben
    2,36 – 10,19 €
  • badsanierung

    Suchen/Monat
    6.600
    Ø Klickpreis
    4,16 €
    Gebote oben
    1,26 – 4,63 €
  • sanitär notdienst

    Suchen/Monat
    2.400
    Ø Klickpreis
    6,95 €
    Gebote oben
    3,76 – 13,65 €
  • wärmepumpe einbauen lassen

    Suchen/Monat
    170
    Ø Klickpreis
    18,22 €
    Gebote oben
    4,00 – 24,33 €
  • blechbearbeitung

    Suchen/Monat
    1.900
    Ø Klickpreis
    5,73 €
    Gebote oben
    1,61 – 9,42 €
  • lohnfertigung

    Suchen/Monat
    1.000
    Ø Klickpreis
    6,93 €
    Gebote oben
    2,30 – 13,21 €
  • sondermaschinenbau

    Suchen/Monat
    2.400
    Ø Klickpreis
    8,93 €
    Gebote oben
    1,97 – 18,30 €
  • industriemontage

    Suchen/Monat
    720
    Ø Klickpreis
    9,94 €
    Gebote oben
    2,83 – 13,27 €
  • cnc fräsen lohnfertigung

    Suchen/Monat
    140
    Ø Klickpreis
    11,54 €
    Gebote oben
    2,50 – 24,50 €
Quelle: Google-Ads-Daten Deutschland über DataForSEO, Stand Oktober 2026. Werte schwanken je nach Monat und Region. Sie sind eine Orientierung, kein Angebot.

Wie viel Budget brauche ich? Die Rechnung

Sinnvoller als „Wie viel soll ich ausgeben?“ ist die Frage: Wie viele Anfragen brauche ich, und was darf eine kosten? Daraus ergibt sich das Budget fast von selbst.

Die Formel: gewünschte Anfragen ÷ Anfragequote × Klickpreis = Werbebudget pro Monat. Die Anfragequote ist der Anteil der Besucher, die tatsächlich anfragen. Sie hängt stark von der Zielseite ab und ist vor dem Start nur eine Annahme – nach einigen Wochen kennen Sie Ihren echten Wert.

  • Heizungsbauer im Umkreis

    Ziel
    10 Anfragen
    Annahme Quote
    5 %
    Klickpreis
    3,31 €
    Budget/Monat
    ≈ 660 €
  • Badsanierung

    Ziel
    8 Anfragen
    Annahme Quote
    4 %
    Klickpreis
    4,16 €
    Budget/Monat
    ≈ 830 €
  • Lohnfertiger (B2B)

    Ziel
    5 Anfragen
    Annahme Quote
    3 %
    Klickpreis
    6,93 €
    Budget/Monat
    ≈ 1.160 €
  • Sondermaschinenbau (B2B)

    Ziel
    4 Anfragen
    Annahme Quote
    2 %
    Klickpreis
    8,93 €
    Budget/Monat
    ≈ 1.790 €
Rechenbeispiele mit angenommenen Anfragequoten. Ob ein Auftrag daraus wird, entscheidet am Ende der Kunde – deshalb zählt der Wert eines Auftrags mehr als der Preis eines Klicks.

Rechner

Welches Werbebudget braucht Ihr Ziel?

Anfragen
%

Anteil der Besucher, die anfragen. Vor dem Start eine Annahme, oft 2 bis 8 %.

€

Durchschnitt aus Google-Daten oder Ihr eigener Wert.

Benötigte Klicks
200
Werbebudget pro Monat
≈ 662 €
Kosten pro Anfrage
≈ 66,20 €

Rechenbeispiel ohne Gewähr. Werbebudget geht direkt an Google, ohne Einrichtung und Betreuung.

Woraus sich die Gesamtkosten zusammensetzen

Seriöse Anbieter trennen das Werbebudget klar vom eigenen Honorar und lassen das Konto auf Ihr Unternehmen laufen. Wenn Sie nicht wissen, wie viel Ihres Geldes bei Google ankommt, sollten Sie nachfragen.

  • Werbebudget: geht direkt an Google, monatlich begrenzbar, jederzeit pausierbar.
  • Einrichtung: Recherche der Suchbegriffe, Kampagnenaufbau, Anzeigentexte, Messung von Anfragen.
  • Betreuung: laufende Pflege von Suchbegriffen, Ausschlüssen, Geboten und Anzeigen – entweder selbst oder durch einen Dienstleister.
  • Zielseite: eine bestehende Seite verbessern oder eine eigene Landingpage bauen, falls die Website die Suche nicht beantwortet.

Sieben Fehler, die Werbebudget verbrennen

  1. 1Anzeigen laufen bundesweit, obwohl Sie nur im Umkreis von 40 Kilometern arbeiten. Die Standort-Einstellung „Präsenz oder Interesse“ verschärft das zusätzlich.
  2. 2Das Display-Netzwerk ist eingeschaltet. Anzeigen erscheinen dann auch auf Websites und in Apps, oft mit vielen Klicks und wenig Anfragen.
  3. 3Keine Ausschlüsse: Suchen wie „Elektriker Ausbildung“, „Dachdecker Gehalt“ oder „Blechbearbeitung selber machen“ kosten Geld und bringen keine Aufträge.
  4. 4Die Anzeige führt auf die Startseite statt auf die Seite zur gesuchten Leistung.
  5. 5Gemessen werden Klicks oder Seitenaufrufe statt echter Anfragen und Anrufe. Dann optimiert Google auf das Falsche.
  6. 6Zu breite Keyword-Optionen ohne Kontrolle der tatsächlichen Suchbegriffe.
  7. 7Niemand schaut nach dem Start regelmäßig hinein. Die meisten Konten verlieren Geld nicht am ersten Tag, sondern in den Monaten danach.

Lohnt sich Google Ads für meinen Betrieb?

Google Ads lohnt sich dort, wo Menschen genau nach Ihrer Leistung suchen und ein Auftrag mehr wert ist, als die Anfragen kosten. Für einen Heizungsbauer, bei dem ein Auftrag mehrere Tausend Euro bringt, rechnet sich eine Anfrage für 60 Euro schnell. Für eine Leistung, die kaum gesucht wird, hilft auch das beste Konto nicht.

Bei Industriebetrieben ist die Zahl der Suchen oft kleiner, dafür ist jeder Auftrag deutlich mehr wert. Hier lohnt es sich, nach Fertigungsverfahren, Werkstoffen und Anwendungen zu suchen statt nach allgemeinen Begriffen.

Alexander Bauer, Inhaber von Betriebsagentur, an seinem Arbeitsplatz

Alexander Bauer, Inhaber. Schreibt hier, was Betriebe in Handwerk, Industrie und Mittelstand vor der Entscheidung wissen sollten – mit Zahlen statt Versprechen.

Häufige Fragen

Was Betriebe dazu am häufigsten fragen.

Das hängt vom Suchbegriff ab. Laut Google-Daten liegt der durchschnittliche Klickpreis für Begriffe wie „elektriker“ oder „dachdecker“ bei rund 2,50 Euro, für „rohrreinigung“ bei 4,78 Euro, für „sondermaschinenbau“ bei 8,93 Euro und für „wärmepumpe einbauen lassen“ bei über 18 Euro (Deutschland, Oktober 2026).

Rechnen Sie rückwärts: gewünschte Anfragen geteilt durch die Anfragequote mal Klickpreis. Für 10 Anfragen bei 5 Prozent Quote und 3,30 Euro Klickpreis sind das etwa 660 Euro im Monat. Die Quote ist vor dem Start eine Annahme und wird nach einigen Wochen durch echte Werte ersetzt.

Ja. Sie legen ein Tagesbudget fest, das Google im Monatsmittel einhält, und können Kampagnen jederzeit pausieren. Einzelne Tage können höher ausfallen, über den Monat gerechnet wird das festgelegte Budget nicht überschritten.

Bei Suchkampagnen ja. Das Erscheinen der Anzeige kostet nichts, berechnet wird der Klick. Deshalb sind Ausschlüsse so wichtig: Jeder Klick von jemandem, der nie Kunde wird, kostet trotzdem.

Das hängt vom Umfang ab und wird meist als Einrichtung plus monatliche Betreuung berechnet. Achten Sie darauf, dass das Werbebudget getrennt vom Honorar direkt an Google geht, dass das Konto Ihnen gehört und dass der Leistungsumfang schriftlich feststeht.

Sprechen wir über Ihre Anfragen.

30 Minuten, unverbindlich und kostenlos. Danach wissen Sie, wonach Ihre Kunden suchen, was Ihrer Seite fehlt und ob sich Google Ads für Sie lohnt – auch dann, wenn die Antwort „lohnt sich nicht“ lautet.