Kurz gesagt
- Die Kosten einer Website hängen vor allem von Seitenzahl, Texten, Fotos und Funktionen ab – nicht von der Technik.
- Am Markt reichen die Einstiegspreise von wenigen Hundert Euro für Vorlagen bis in den fünfstelligen Bereich für große, individuelle Auftritte.
- Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Domain, Updates und Pflege.
- Vergleichen lassen sich Angebote nur, wenn der Umfang schriftlich und gleich beschrieben ist.
Für wen: Geschäftsführer und Inhaber, die eine neue Website planen oder Angebote vergleichen

Drei Wege zur Website – und was sie kosten
Baukasten selbst
- Typische Kosten
- monatliche Gebühr, dazu Ihre Zeit
- Passt, wenn …
- Sie Zeit haben und wenig Anspruch an Auffindbarkeit
- Vorsicht bei …
- Texten, Rechtstexten, Umzug später
Vorlage durch Anbieter
- Typische Kosten
- ab einigen Hundert Euro
- Passt, wenn …
- es schnell gehen muss und das Angebot einfach ist
- Vorsicht bei …
- Ähnlichkeit zu Wettbewerbern, Zusatzkosten für Änderungen
Individuelle Website
- Typische Kosten
- ab einigen Tausend Euro
- Passt, wenn …
- die Website Kunden und Mitarbeiter gewinnen soll
- Vorsicht bei …
- unklarem Umfang ohne schriftliche Beschreibung
| Weg | Typische Kosten | Passt, wenn … | Vorsicht bei … |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst | monatliche Gebühr, dazu Ihre Zeit | Sie Zeit haben und wenig Anspruch an Auffindbarkeit | Texten, Rechtstexten, Umzug später |
| Vorlage durch Anbieter | ab einigen Hundert Euro | es schnell gehen muss und das Angebot einfach ist | Ähnlichkeit zu Wettbewerbern, Zusatzkosten für Änderungen |
| Individuelle Website | ab einigen Tausend Euro | die Website Kunden und Mitarbeiter gewinnen soll | unklarem Umfang ohne schriftliche Beschreibung |
Was den Preis wirklich bestimmt
- Anzahl der Seiten: Jede Leistungsseite braucht Struktur, Text und Bilder.
- Texte: Wer schreibt sie? Gute Texte, die bei Google gefunden werden, sind oft der größte Posten.
- Fotos: Eigene Aufnahmen vom Betrieb wirken stärker als Stockfotos, kosten aber einen Termin.
- Funktionen: Anfrageformulare mit Datei-Upload, Karrierebereich, Mehrsprachigkeit, Produktkatalog, Kundenbereich.
- Suchmaschinen-Grundlagen: Titel, Beschreibungen, Seitenstruktur, Ladezeit, strukturierte Daten.
- Rechtstexte und Einwilligung: Impressum, Datenschutz, Cookie-Einwilligung – technisch sauber eingebunden.
- Relaunch: Weiterleitungen alter Adressen, damit bestehende Platzierungen nicht verloren gehen.
Laufende Kosten, die oft vergessen werden
Fragen Sie vor der Beauftragung, was davon im Angebot enthalten ist, was Sie selbst übernehmen und was später extra kostet.
- Hosting und Domain
- Updates von System und Erweiterungen (bei WordPress regelmäßig nötig)
- Sicherungen und Überwachung
- Kleine Änderungen: neue Referenzen, Stellenanzeigen, Öffnungszeiten
- Lizenzen für Schriften, Bilder oder Erweiterungen
Die teuerste Website ist die, die nichts bringt
Eine günstige Seite, die bei Google nicht gefunden wird und keine Anfragen bringt, ist am Ende teurer als eine, die monatlich Aufträge auslöst. Für Betriebe in Handwerk und Industrie lohnt sich deshalb die Rechnung: Was ist ein zusätzlicher Auftrag im Monat wert? Bei einem Heizungstausch, einer Badsanierung oder einem Fertigungsauftrag ist die Website oft nach wenigen Aufträgen bezahlt.
Checkliste: Angebote richtig vergleichen
- 1Ist die Zahl der Seiten genannt – und welche genau?
- 2Wer schreibt die Texte, und sind sie auf Suchbegriffe ausgerichtet?
- 3Sind Fotos enthalten oder liefern Sie selbst?
- 4Sind Impressum, Datenschutz und Einwilligung technisch eingebunden?
- 5Werden alte Adressen weitergeleitet (bei bestehender Website)?
- 6Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge nach Projektende?
- 7Was kosten Hosting, Pflege und spätere Änderungen?
- 8Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten?

Alexander Bauer, Inhaber. Schreibt hier, was Betriebe in Handwerk, Industrie und Mittelstand vor der Entscheidung wissen sollten – mit Zahlen statt Versprechen.