Kurz gesagt
- Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und der Eintrag, den viele Kunden in der Karte zuerst sehen.
- Erstellt wird es unter business.google.com, danach muss es bestätigt werden.
- Entscheidend sind die richtige Hauptkategorie, vollständige Angaben, echte Fotos und regelmäßige, echte Bewertungen.
- Betriebe ohne Kundenverkehr können ihre Adresse ausblenden und ein Einzugsgebiet angeben.
Für wen: Handwerksbetriebe, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen mit oder ohne Kundenverkehr

Warum das Profil oft wichtiger ist als die Website
Wer „Elektriker“, „Schlüsseldienst“ oder „Metallbau“ sucht, sieht oben häufig eine Karte mit drei Betrieben. Wer dort steht, bekommt einen großen Teil der Anrufe – oft bevor jemand eine Website öffnet. Das Profil ist kostenlos, und trotzdem ist es bei vielen Betrieben unvollständig, unbestätigt oder gehört noch einem ehemaligen Mitarbeiter.
Auch in der Industrie lohnt es sich: Einkäufer, Lieferanten und Bewerber suchen Firmennamen und Standorte, und das Profil zeigt Anfahrt, Zeiten und Bewertungen.
Schritt für Schritt: Firma bei Google eintragen
- 1Unter business.google.com mit einem Google-Konto anmelden – am besten mit einem Firmenkonto, nicht mit einem privaten Konto eines Mitarbeiters.
- 2Prüfen, ob es schon einen Eintrag gibt. Wenn ja: Inhaberschaft beantragen statt einen zweiten anzulegen.
- 3Firmennamen genau so eintragen, wie er auch im Impressum steht – ohne zusätzliche Suchbegriffe.
- 4Hauptkategorie wählen, die Ihre wichtigste Leistung beschreibt, und passende Zusatzkategorien ergänzen.
- 5Adresse angeben. Ohne Kundenverkehr die Adresse ausblenden und ein Einzugsgebiet festlegen.
- 6Telefon, Website, Öffnungszeiten und Leistungen eintragen.
- 7Profil bestätigen. Welche Methode möglich ist – etwa Video, Anruf oder Post –, entscheidet Google.
Profil optimieren: Was in der Karte nach vorn bringt
- Vollständige Angaben: Leistungen, Beschreibung, Zeiten, Sonderöffnungszeiten.
- Echte Fotos: Team, Fahrzeuge, Werkstatt, Halle, fertige Projekte.
- Regelmäßig neue, echte Bewertungen – und eine Antwort auf jede.
- Einheitliche Angaben: Name, Adresse und Telefon überall gleich, auf Website, Profil und in Verzeichnissen.
- Link auf die passende Seite Ihrer Website, nicht nur auf die Startseite.
- Fragen und Antworten im Profil im Blick behalten.
Bewertungen: sammeln ja, kaufen nie
„Google Bewertungen kaufen“ wird in Deutschland rund 3.600-mal im Monat gesucht. Davon ist dringend abzuraten: Gekaufte oder gefälschte Bewertungen sind seit Mai 2022 auch nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ausdrücklich unzulässig, und Google entfernt sie und kann Profile einschränken.
Was funktioniert: Kunden direkt nach einem erfolgreichen Auftrag fragen, einen kurzen Link oder QR-Code auf Rechnung oder Abnahmeprotokoll setzen und jede Bewertung sachlich beantworten – auch die kritischen.
Häufige Probleme
Profil gehört ehemaligem Mitarbeiter oder alter Agentur
- Lösung
- Inhaberschaft über Google beantragen, danach Zugänge auf Firmenkonto
Zwei Einträge für denselben Betrieb
- Lösung
- Doppelten Eintrag als Duplikat melden
Falsche oder zu allgemeine Kategorie
- Lösung
- Hauptkategorie nach wichtigster Leistung wählen
Wohnadresse soll nicht sichtbar sein
- Lösung
- Adresse ausblenden, Einzugsgebiet angeben
Unfaire Bewertung
- Lösung
- Sachlich antworten; bei Richtlinienverstoß melden
| Problem | Lösung |
|---|---|
| Profil gehört ehemaligem Mitarbeiter oder alter Agentur | Inhaberschaft über Google beantragen, danach Zugänge auf Firmenkonto |
| Zwei Einträge für denselben Betrieb | Doppelten Eintrag als Duplikat melden |
| Falsche oder zu allgemeine Kategorie | Hauptkategorie nach wichtigster Leistung wählen |
| Wohnadresse soll nicht sichtbar sein | Adresse ausblenden, Einzugsgebiet angeben |
| Unfaire Bewertung | Sachlich antworten; bei Richtlinienverstoß melden |

Alexander Bauer, Inhaber. Schreibt hier, was Betriebe in Handwerk, Industrie und Mittelstand vor der Entscheidung wissen sollten – mit Zahlen statt Versprechen.